Hartmut Sy
Wahrnehmungsirritationen rufen sie hervor, die hintergründigen Skulpturen des Berliner Bildhauers Hartmut Sy (1962*). Quadergitter, Würfel, Pflastersteine scheinen kippend, hochfahrend oder schwebend ineinander zu stürzen. Die dynamische Anordnung von rechteckigen, quadratischen oder L-förmigen Formen erweckt den Anschein von zugespitztem Chaos, erweist sich bei näherer Betrachtung aber als harmonische Ordnung von sanfter Bewegtheit, die Wahrnehmung neu interpretiert. Bewegung skulptural umzusetzen und die Schwerkraft aufzuheben sind die Themen. "Damit experimentiere ich", sagt der Künstler, "Schweres erscheint plötzlich leicht, Leichtes gewichtig. Dabei kann es Wochen dauern, bis eine Skulptur fertig ist. Manchmal ist die zugrunde liegende künstlerische Idee schon sichtbar, doch die technische Realisation überzeugt noch nicht."
Ausstellungsperiode
25 April - 31 Oktober 2010.